Wie alles begann
Meine ersten Kilometer auf dem Fahrrad legte ich bereits als kleiner
Junge zurück, als
ich im Hof unserer Wohnanlage in München-Sendling regelmäßig meine Runden drehte.
Mit Anfang der 5.Klasse im Gymnasium lernte ich meinen damaligen
besten Freund
kennen, der damals schon sehr "bikeverrückt" war.
Ich kaufte mir mein erstes MTB der Marke Pakka und von da an machten wir die Trails
der Isar unsicher. Aber auch weitere Strecken bis teilweise Bad Tölz waren für uns
"kleine Männer" kein Problem. Mit einem kleinen Ausflug in die Dirtbikeszene konnte ich
viel meiner
heutigen Fahrtechnik erlernen.Mit ca. 14 Jahren, mit den Freunden hatte ich
leider keinen Kontakt mehr, wurde mir das alleine herumfahren zu öde und
ich wollte mehr. Da ich nicht auf der Straße entdeckt wurde :-), suchte ich mir einen
Radsportverein. Die ersten Schritte
Erste Adresse war der R.C. Die Schwalben München. Hier machte ich die ersten Kontakte mit dem Rennrad und fuhr
meine ersten Straßenrennen. Bis ich schließlich eines Tages beim Training meinen späteren sportlichen Leiter und
Trainer,
Thomas Hartmann (Hardi), kennen lernte. Er bot mir an als Fahrer für sein Junges Rennteam beim TSV-Unterhaching zu
fahren. Da ich mich bis dato bei den Schwalben nicht sehr gut aufgehoben fühlte und die Jungs super nett waren, trat ich
kurz entschlossen ins Rennteam ein.
Nun begann das harte Leben
Unter der militärischen Führung von Hardi begann nun das wahre Rennfahrerleben. Mit Trainingsplan, eiserner Disziplin und viel viel Schmerz... Stundenlange Ausfahrten im tiefsten Winter und
meterhohem Schnee und achtstündigen
Grundlageneinheiten durchs mallorcinische Hinterland, formten aus uns richtige Rennfahrer.
So weh es damals auch tat,
es hatte seinen Sinn und ich profitiere heute und wahrscheinlich auch die restliche Karriere von diesen Erfahrungen.
Es war eine wunderschöne Zeit, die man auch nicht so schnell vergisst.
Eine neue Zeit
Leider lief die Beziehung zwischen Hardi und seinen Schützlingen nicht immer reibungslos und so kam es nach 3 Jahren
Teambuilding zum schweren Schritt der Trennung der Rennfahrer von Hardi. Die Entscheidung fiel nicht leicht aber ich
wollte bei der Mannschaft bleiben und so wechselten wir als Team zur RSG-Olympiapark München. Der Verein, der bis
dato nach neuer Jugend lechzte, nahm uns voller Euphorie auf und so konnte es auch sportlich weiter
bergauf gehen. Zwei Seelen
In der Saison 2007 wurde ich Fahrer der U23-Straßenbundesliga Mannschaft der RSG. Gleichzeitig hatte mir Hardi einen
Platz in seinem jungen MTB-Rennteam www.hardi.net angeboten.
Da ich dem MTB-Rennsport noch skeptisch gegenüber stand, entschloss ich mich vorübergehend für beide zu fahren, was
sehr schwierig für mich war, da ich wieder zwischen den Fronten stand. Letztendlich zog es mich aber mehr auf die
schlammigen Forstpisten unter den Stollenreifen. Endlich kam auch die Zeit der Erfolge. Ich konnte meinen ersten
Einzelsieg beim Marathon in Knüllwald einfahren. Im Team gewannen wir das 24h-Rennen im Olympiapark.
Und so siehts heute aus
Trotz vieler vergeblicher Bemühungen Hardis, konnten wir unseren Hauptsponsor nicht dazu
bewegen uns weiter zu
unterstützen. So war Hardi gezwungen das Team aufzulösen. Die Konsequenz war nun die Gründung unseres eigenen
Vereins, den MTB-Club München. Im März 08 nahmen wir schließlich offiziell den Sportbetrieb auf und konnten stetiges
Wachstum verzeichnen. Mittlerweile waren wir eine recht große Truppe, die wir (Hardi, Martina, Maxi und ich) als
Rennteam anführen durften. Der Verein lebt inzwischen nicht mehr nur vom und für das Renngeschehen, sondern widmet
sich nun auch mehr und mehr dem Breitensport. Das hieß für mich ins kalte Wasser springen und Führung und
Verantwortung einer Gruppe übernehmen. So leitete ich nun öfters das Vereinstraining und im Dezember 2009 begann
ich meine Trainerausbildung
mit dem Kurs zum Übungsleiter, mit dem ich dann zur Trainer-C Ausbildung zugelassen
wurde.
Auch sportlich hat sich einiges getan. 2008
konnte ich, trotz privater Probleme und einem zwei monatigen
Krankenhausaufenthalt, auf eine recht positive Saison zurückblicken, die beim vorletzten Rennen in Kipfenberg mit einem
Sieg und guter Leistung (wg. Defekt am Hinterrad 9.Platz) beim letzten Rennen in Aichach zu Ende ging.
2009 sollte dann besser laufen als je erwartet. Ich konnte 3 Einzelsiege
und einen Seriensieg für mich verbuchen. Viele
zweite und dritte Plätze komplettierten die Erfolge. Im Dezember kam dann schließlich die Anfrage von keinem geringeren
als
Tobias Ullmann vom Marinbikes Team ob ich für dieses fahren möchte. Kurz entschlossen sagte
ich zu. Für mich
ein Quantensprung der mir extrem viel Motivation für die kommende Saison
gibt.
Ich bin schon sehr gespannt und hoffe auch bei den anstehenden Rennen mein
Talent und die von Kindheit an bestehende Faszination fürs Biken, in gute
Ergebnisse ummünzen zu können!
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